Alpenheilpflanzen

DIE MEISTERWURZ

 

Sie wird auch Bergwurz, Kaiserwurz, Weißer Gärisch, Magistranz, Moastatblotschn, usw. genannt.

Wer einmal in einem Meisterwurzfeld gesessen hat und diesen unvergesslichen Duft eingeatmet hat, der wird sie wohl nie wieder vergessen.

Der Geruch erinnert ein wenig an Sellerie, man spürt einfach ihre Macht und Stärke.  Kraftvoll und aufrecht steht sie am Berg, das Blattwerk dunkel und eindrucksvoll. Sie gibt dem Ort, an dem sie wächst eine besondere Kraft.

Menschen vermittelt sie das Gefühl von tiefstem Verständnis – darum wird sie auch als Erscheinungsform weiblicher wohlmeinender Naturgeister angesehen. Niemand anderer als die Herrin der Berge steht uns hier gegenüber.

Daraus ergibt sich auch schon ihre Wirkung auf den Menschen: sie gibt uns Stärke und Halt, sie stärkt unser Selbstbewusstsein. Außerdem wirkt sie als Tonikum auf unsere Verdauungsorgane, wirkt entzündungshemmend und fiebersenkend, der Schnaps wird als Halswickel verwendet. Als Wundkraut wird sie in der Outdoorapotheke verwendet. Das Wertvollste an ihr sind wohl ihre Wurzeln, doch auch die Blätter können für kosmetische Zwecke verwendet werden.

Diesen wird eine stark hautpflegende Wirkung nachgesagt, die besonders für reife Haut gilt.

 

Nebenwirkungen:

Die Meisterwurz ist in der Schwangerschaft zu vermeiden und kann bei äußerlicher Anwendung bei hellhäutigen Personen zu Lichtempfindlichkeit führen

 

Mut-und-Kraft-Rollon:

man erntet im Juni die frischen Blätter, schneidet sie klein und übergießt sie mit 38%igem Alkohol. Nach 3x3 Tagen an einem hellen Platz und regelmäßigem Schütteln, seiht man die Blätter ab.

Nun nimmt man ein Roll-on und gibt:

5 ml Jojobaöl

1 Tropfen ätherisches Angelikawurzelöl

5 ml von der Meisterwurztinktur

in dieses Roll-on. Alles gut schütteln. Da es sich hier um eine Schüttelemulsion handelt, und kein Emulgator dabei ist, trennen sich der Alkohol und das Öl wieder. Vor Gebrauch schütteln und auf die Pulspunkte auftragen.