Allerlei zum Ausprobieren

Huflattich-Anis-Sirup

 

2 Handvoll Huflattich

1 Liter Wasser

1 kg Rohrzucker

1 EL Anis

Das Wasser aufkochen und über die Huflattichblüten und den Anis geben. Über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen abseihen, den Zucker darin auflösen und aufkochen lassen. Auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten köcheln lassen und noch heiß in kleine Fläschchen abfüllen. Dunkel und kühl lagern.

Dieser Sirup schmeckt im Kräutertee, zu Vanilleeis und Pudding, pur eingenommen oder einfach als erfrischendes Getränk mit Wasser verdünnt.

 

 

Leckerer Teesirup:

 

  • 1 lt. Mango-Apfelsaft (od. Birne, Apfel, Kirsch, …)
  • 3 Kardamomkapseln
  • 3 – 4 Scheiben Ingwer
  • 5 Gewürznelken
  • 200 g Rohrzucker

 

Mango-Apfelsaft mit Rohrzucker aufkochen, Gewürze dazugeben und für ca. ½ - 1 Stunde auf zwei Drittel der Menge einreduzieren. Abseihen und noch heiß in Flaschen füllen.

Dieser Sirup ist ca. 8 Wochen haltbar und kann zum Süßen von Tee (besonders lecker im Ceylon-Tee), als Sirup oder zum Verbessern von weihnachtlichen Desserts verwendet werden.

 

 

 

 

Bunte Kräutersalze für den Winter

Hier kann man einmal sehen, wie toll diese bunten Kräutersalze aussehen. Jedes ist wieder ein bisser anders.

Frische Blüten bzw. Kräuter werden mit Steinsalz im Mörser oder in der Mühle vermahlen, getrocknet und können dann sofort für den Winter abgefüllt werden.

Wäre ja auch eine nette Geschenksidee für den nächsten Besuch!

Das Salz oben links ist mit pinken Springkrautblüten, oben rechts mit Brennnesselsamen,

unten links mit gelben Springkrautblüten und rechts mit spätblühender Goldrute.

 

Aber auch Küchenkräuter und Blüten eignen sich hervorragend: z.B. Kapuzinerkresse, Malve, Ringelblume, Oregano, Rose, ...

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

 

 

 

BLÜTEN- UND KRÄUTERESSIGE

 

Nun die Frage: Warum sind die Essigansätze hier bei den kulinarischen Rezepten zu finden und nicht bei der Kosmetik?

Die Antwort darauf ist einfach - sie können sowohl als Kosmetikum in Duschgel, Shampoo, Gesichtswasser, Deos und Sprays eingesetzt werden, sind aber auch vorzügliche Durstlöscher für den Sommer.

Ich habe heute Melissenblätter, Hollerblüten und Rosen angesetzt, aber viele andere Kräuter und Blüten eignen sich sehr gut dazu.

Du gibst in ein Schraubglas zu 2/3 Blüten oder Kräuter - auch Mischungen aus verschiedenen Kräutern sind möglich. Das Glas wird mit Apfel- oder Weinessig übergossen, verschlossen und an einem hellen Ort für eine Woche ziehen gelassen. Nun seiht man die Blüten ab.

Auf einen Liter Blütenessig gebe ich nun 1 kg Rohrzucker (Birkenzucker oder Honig ist auch möglich) und fülle das Getränk in ein Glas.

Statt einem Sirup auf herkömmliche Art kann ich nun einen Schuß dieses Blütenessigs in ein Glas Wasser geben und habe nun ein erfrischendes Sommergetränk. Für Diabetiker und auch für solche, die nicht so gerne süße Getränke zu sich nehmen, kann der Essig auch pur ins Glas gegeben werden - ganz so wie bei einer Apfelessigkur.

Na, habe ich Dich neugierig gemacht? Vielleicht entwickelst Du ja Deine ganz eigene Kreation und erzählst mir davon, wie diese geschmeckt hat.

 

 

 

FRÜHSOMMERSIRUPE

                      

Na, schon Durst bekommen?

Das Grundrezept ist denkbar einfach und ich nehme es für alle Sorten Sirup, die ich ansetze:

1 lt Wasser

1 kg Zucker

25 g Fruchtsäuremix (Fa. Feeling) oder Weinstein

1 Handvoll Blüten oder Kräuter

Zucker und Fruchtsäure werden im Wasser aufgelöst und mit den Blüten vermengt. Der Ansatz wird zugedeckt und für 2 - 3 Tage ziehen gelassen. Danach abseihen und als Sirup mit Wasser oder auch als Aperitif mit Prosecco genießen!

Für den Mädesüß-Wildrosen-Sirup habe ich das kleine Mädesüß genommen, welches schon auf der Wiese blüht. Alternativ wäre auch die Hollerblute eine Idee. Dieser Sirup schmeckt ganz zart und duftet nach Mandeln und Rosen.

Wer möchte, kann ihn noch mit einem Hauch Vanille verbessern.

Nach diesem Grundrezept lassen sich viele tolle Kombinationen ausprobieren. Hier ist Kreativität gefragt!

 

 

ERDBEER-WALDMEISTER-LIMES

Für dieses leckere Getränk ist zuerst die Herstellung eines Waldmeistersirups notwendig:

1 Lt Wasser

1 kg Zucker

20 g Weinstein

2 Handvoll Waldmeister

Zucker und Wasser aufkochen, etwas abkühlen lassen, Zitronensäure und Waldmeister dazugeben und für 48 Stunden stehen lassen. Abseihen und in Flaschen abfüllen.

 

1 kg Erdbeeren

375 ml Wodka

500 ml Waldmeistersirup

etwas Limettensaft

Erdbeeren grob kleinschneiden und mit dem Wodka und dem Zitronensaft mit dem Stabmixer pürieren. Waldmeistersirup nach Geschmack dazugeben und abfüllen.

Achtung! Dieses Getränk hat Suchtpotential.

Variationen: Statt Waldmeister kann auch Melisse oder Pfefferminze verwendet werden.

 

 

 

EBERESCHEN-AMARETTO

Frau nehme:

10 Triebspitzen mit kleinen Ebereschenblättern

10 Rosinen

1 - 2 EL weißen Kandiszucker (nach Geschmack)

250 ml Wodka

 

Gib alle Zutaten in ein Glas und verschließe es. Das Glas wird hell gestellt und täglich geschüttelt. Schon nach ein paar Tagen kommt dieses typische Mandelaroma durch. 10 Tagen stehen lassen und abseihen.

Nun kommt wohl der schwierigste Teil: stelle diese Flasche nun für 3 - 4 Monate in den Keller zum Nachreifen. Während dieser Zeit verliert der Alkohol seine Schärfe und es entsteht ein volleres Aroma.

Und zum Sommerfest ist er dann genussfertig!

 

 

MARILLEN- UND EISKONFEKT

 

 

 

Zutaten für den Marillenkonfekt:

200 g getrocknete Marillen

2 EL Mädesüßlikör oder Amaretto

250 g Rohmarzipan

1 EL Marillenmarmelade

ev. Kokosflocken.

Die Marillen werden kleingeschnitten und mit dem Likör übergossen, eine Stunde ziehen lassen. Das Marzipan in kleine Stücke schneiden und mit der Marmelade zu den Marillen geben. Gut durchkneten und Kugeln formen, in Kokosflocken wälzen.

Als Variante möchte ich noch gerne Cranberrys probieren, getrocknete Apfelspalten wären auch eine Alternative.

Das Rezept fürs Eiskonfekt, das links im Bild ist, habe ich von meiner Freundin und Kräuterhexe Monika Rosenstatter. Ihr findet es auf ihrer hp www.monikarose.npage.at unter Rezeptkiste 2011.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

 

 

süßes Minz-Verbenen-Pesto

heute hatte ich Lust, einmal ein süßes Pesto auszuprobieren. Warum immer nur pikant hab ich mir gedacht, und Minze hatte ich auch noch übrig. Also waren rasch ein paar Zutaten zusammengesucht: Minze und frische Blätter der Zitronenverbene, Rohrzucker und Mandelöl.

Die Kräuter hab ich etwas kleingezupft und mit wenig Mandelöl püriert. Dann hab ich Rohrzucker dazugegeben und alles gut durchpüriert - genaue Mengenangaben gibt es nicht. Nun habe ich das Ganze in ein Schraubglas gegeben und soviel Mandelöl dazugegeben, bis eine schöne streichfähige Konsistenz entstanden ist. Einen Zentimeter Mandelöl gab es noch als Abschluß darauf, damit die Kräuter luftdicht schließen und eine längere Haltbarkeit gegeben ist und wie ihr im aktuellen Teil sehen könnt, hab ich dann gleich eine Verkostung mit Naturjoghurt, eigenen Marillen und dem Pesto gemacht.

Und am Nachmittag probier ich dann die Variante mit Marillenkuchen - schmeckt sicher auch ausgezeichnet.

Hier lässt sich wieder kreativ sein, auch ein süßes Rosenpesto, eins mit Zitronenmelisse könnte ich mir gut vorstellen .......

 

 

 

Löwenzahnwürzsirup

 

 

 

Den Löwenzahn muss ich Dir ja nicht vorstellen, die Kinder lieben ihn als Pusteblume, im Wind ziehen die weißen Schirmchen durch die Gegend und verbreiten sich überall und die Wiesen leuchten ganz in Gelb.

Den Röhrsalat haben wir im April schon gegessen, dass man aus den Wurzeln Kaffee rösten kann ist uns auch bekannt, darum wollen wir uns heute einem ganz anderen Genuß zuwenden. Bereits meine Oma machte immer Löwenzahnhonig. Dieses Rezept habe ich über die Jahre übernommen und nun, da ich auch mit ätherischen Ölen in der Küche experimentiere, ein wenig verändert. Hier also das Rezept:

1 lt. Wasser wird mit 1 kg Rohrzucker aufgekocht und über 100 Blütenköpfe des Löwenzahns gegossen. Abdecken und die Mischung für 24 Stunden stehen lassen. Nun werden die Blüten abgeseiht, der Saft von einer Zitrone dazugegeben und das Ganze um ca. 1/3 bis 1/2 eingekocht. Nun lässt man das Ganze abkühlen.

Dazu gibt man dann folgende ätherische Öle:

20 Tr. Grapefruitöl

24 Tr. Orangenöl bitter

13 Tr. Lemongras

10 Tr. Pfeffer schwarz

3 Tr. Nelkenknospen

12 Tr. Bienenwaben

 

das Ganze wird gut verrührt und in Gläser oder kleine Flaschen abgefüllt. Einen Hauch dieses Sirups verwende ich gerne im Salatdressing für Wintersalate, zum Bestreichen von Ripperln oder gegrilltem Fleisch am Schluß, als Aromakomponente in Vanilleeis .... Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Natürlich ist es auch möglich, andere äthrische Öle zu verwenden. Eine gute Kombination wäre z.B. auch Vanille/Limette/Kardamon oder Thymian/Orange. Da sind der Fantasie und dem Geschmacksinn keine Grenzen gesetzt.

Also, unbedingt ausprobieren! Mahlzeit